Sontowski ist mit Büromarkt zufrieden

Sontowski ist mit Büromarkt zufrieden

Die Erlanger S&P Commercial Development, eine Tochter der Sontowski & Partner Group, ist mit dem regionalen Büromarkt zufrieden. Beim Nürnberger Büro-Tower „The One“ im Westen des Flughafens ist ein Ankermieter unter Dach und Fach. Die Nürnberger Arano Group entschied sich für rund 5.400 Quadratmeter Bürofläche. Sie mietet das erste bis fünfte Geschoss mit der dazugehörigen rund 350 Quadratmeter großen Dachterrasse für zunächst zehn Jahre an. Damit sind bereits vor Baubeginn Anfang 2023 rund 55 Prozent der Gesamtfläche vermietet.

Dieser Mietvertrag ist für Niklas Kamm, Chef der S&P Commercial Development, in diesem Jahr bislang einer der größten Mietvertragsabschlüsse auf dem Nürnberger Büromarkt. „Wir sehen, dass die Nachfrage wieder anzieht.“ Das Objekt ist Teil des neu entstehenden Stadteilzentrum „Neue Mitte Thon“ an der Erlanger Straße, Ecke Forchheimer Straße. Der geplante Tower umfasst rund 10.000 Quadratmeter Büro- und Gewerbefläche auf 12 Geschossen.

Die Neue Mitte Thon mit dem Büroneubau The OneOne
Die Neue Mitte Thon mit dem Büroneubau The One. Visualisierung: Sontowski

Bei dem S&P-Großprojekt Seetor City Campus auf dem ehemaligen Coca-Cola-Areal waren zur Jahresmitte über 70 Prozent der gut 25.000 Quadratmeter Gewerbefläche vermietet, obwohl der Rohbau noch gar nicht fertiggestellt ist. Bei dem von Sontowski entwickelten Quartier baut nun Instone Real Estate rund 200 Wohnungen im markanten Turm im Innenhof. Die GBI Wohnungsbau realisiert dort knapp 100 geförderte Wohnungen. Die Fertigstellung des gesamten Quartiers steht laut Plan für Mitte 2023 an.

Die gute Nachfrage nach Bürofläche resultiert für Kamm aus der Tatsache, dass die Unternehmen den Corona-Schock überwunden und zu ihren Arbeitsmodellen gefunden haben. Trotz oder gerade wegen Homeoffice bekommt der Firmensitz eine zunehmend wichtige Bedeutung. „Er soll attraktiv und modern sein und dient als Kollaborationsmöglichkeit und Identifikationspunkt.“

Bei laufenden Projekten wie das Seetor ist S&P nicht von sprunghaften Baukosten und Lieferengpässen betroffen. Steht allerdings die Vergabe zur Realisierung an, versuchen Bauunternehmen in Generalunternehmerverträgen sogenannte Stoffpreisgleitklauseln durchzusetzen. „Klassische GU-Verträge mit Festpreisen waren in den letzten Monaten nahezu unmöglich.“ Damit war für Entwickler eine belastbare Projektkalkulation kaum darstellbar. Derzeit gebe es eine leichte Entspannung, Festpreise „auf sehr hohem Baukostenniveau“ sind wieder verhandelbar.

Für die Zukunft bringt sich S&P Commercial Development mit dem Kauf des ehemaligen Ergo-Hochhauses direkt am Nürnberger Hauptbahnhof in Stellung. Das Büro mit derzeit rund 7.880 Quadratmetern aus dem Jahr 1965 ist nicht mehr sanierungsfähig. Stattdessen entsteht dort ein Neubau.

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