Nürnberger Immobilien-Invests vergleichsweise robust

Nürnberger Immobilien-Investments vergleichsweise robust

Das Transaktionsvolumen auf dem Nürnberger Immobilienmarkt erreichte 2020 einen Wert von 1,56 Milliarden Euro. „Es gibt eine ungebrochene Nachfrage nach Investmentobjekten“, bilanziert Wolfgang P. Küspert, Chef der Nürnberger Immobilienberatung Küspert & Küspert. Er legt alljährlich den Nürnberger Marktbericht Investment vor. Demnach sanken im Corona-Jahr die Immobilien-Investments von über 2 Milliarden Euro um 26 Prozent. Trotzdem liegt der 2020er-Wert über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Die von Küspert & Küspert erhobenen Daten bilden auch die Grundlage der Investmentberichte der Investmentberichte der Stadt Nürnberg und der Sparkasse Nürnberg.

Die Assetklasse Büro erweist sich mit 739 Millionen Euro (47 Prozent) als Treiber der hohen Investments. Ein Rekordvolumen erwirtschaftete das gewerbliche Segment Wohnen mit 493 Millionen Euro (31 Prozent). Besonders stark nachgefragt waren Objekte für Industrie & Logistik. Hier addierten sich die Investitionen auf 129 Millionen Euro (knapp 9 Prozent). Die Umsätze bei Projektentwicklungs-Grundstücken blieben mit 161 Millionen Euro (10 Prozent) in etwa das Niveau von 2019. Starke Einbußen verzeichnen die Segmente Hotel mit unter 10 Millionen Euro (0,4 Prozent) und Einzelhandel mit 29 Millionen Euro (fast 2 Prozent).

„Hier hat wenig stattgefunden“, sagt Küspert mit Blick auf die Folgen der Pandemie. Der Nürnberger Hotelboom hat ein jähes Ende gefunden. Im Einzelhandel winken Investoren bei den Kaufangeboten ab. Generell sind seiner Beobachtung zu rund zwei Drittel offene und geschlossene Immobilienfonds als Käufer unterwegs. Sie haben 2020 trotz weiter fallender Renditen rund eine Milliarde Euro in den Immobilien-B-Standort Nürnberg investiert. Insgesamt ist Küspert von der Gesamtentwicklung positiv überrascht: „Wir hätten gedacht, dass der Markt deutlicher nachgibt.“

Nürnberger Immobilien-Investments vergleichsweise robust
Wolfgang P. Küspert zum Nürnberger Immobilien-nvestmentmarkt 2020: „Wir hätten gedacht, dass der Markt deutlicher nachgibt.“ Foto: Thomas Tjiang

Zu den größeren Investments gehört ein Forward Deal auf dem Quelle-Areal The-Q, ein Teilverkauf Auf AEG sowie der Eigentümerwechsel des Schöller-Areals am Nordring und des einstigen GfK-Areals am Nordwestring.  

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