wbg mit diskriminierungs-freier Unternehmenskultur

wbg mit diskriminierungsfreier Unternehmenskultur

„Die wbg nimmt das elementare Menschenrecht auf Wohnen zur Leitlinie ihres Handelns.“ So begründet Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König die Verleihung des „Preis für diskriminierungsfreie Unternehmenskultur“ an das kommunale Immobilienunternehmen wbg. Sie erfülle einen wichtigen sozialpolitischen Auftrag und nehme das elementare Menschenrecht auf Wohnen zur Leitlinie ihres Handelns. Das engagiere sie sich über das normale Agieren eines sozialen Wohnungsbauunternehmens.

wbg mit diskriminierungsfreier Unternehmenskultur
Preisverleihung mit Abstand: wbg-Geschäftsführer Frank Thyroff, Oberbürgermeister Marcus König, Martina Mittenhuber, Leiterin des Nürnberger Menschenrechtsbüros und wbg-Geschäftsführer Ralf Schekira (v.l.). Fotos. Dieter Barth

Das Unternehmen gehört im Jahr 2010 zu den Erstunterzeichnern der „Leitlinien und Verhaltenscodizes zur Vermietung und zum Verkauf von Wohnraum“. Mittlerweile bekennen sich 25 Nürnberger Immo-Firmen zu den Leitlinien der Noris und damit zu einem diskriminierungsfreien Umgang mit Kunden und Bewohnern. 

Werte in der Praxis

Die wbg mit ihren 20.000 Wohnungen bietet Lebensraum für 38.000 Menschen. Darunter sind auch viele Mieter, die bei der Wohnungssuche auf Vorurteile treffen. Dazu zählt wbg-Geschäftsführer Frank Thyroff etwa Vorurteile wegen Ethnie, Hautfarbe oder gegen Alleinerziehende, Rentner, Behinderte sowie sexuelle Orientierung und großen Familien. „Diese Menschen nehmen wir auf“, betont er bei der virtuellen Preisverleihung im Rathaus.

Die junge Vermietungsplattform in 13 verschiedenen Sprachen trägt dem Unternehmensleitbild und dem Verhaltenskodex Rechnung. Sie berücksichtigt die Ausdifferenzierung und Pluralisierung der kommunalen Gesellschaft. Eigentlich würde die Software auf Positivmerkmale setzen. Dann bekämen beispielsweise DINKs – Paare mit Double Income and No Kids – die nächste freie Wohnung. Thyroff bricht auch eine Lanze für „Demut im Unternehmen“. Fehler würden auch von Menschen gemacht. Es brauche zusätzliche Kraft, diese auch zu korrigieren.

Eine weitere Antwort auf neue Lebenskonzepte war die Entwicklung von innovativen, generationenübergreifenden und inklusiven Wohnformen. Als Mitglied im Nürnberger Bündnis für Familie zählen hierzu Rahmenbedingungen für kinder- und familienfreundliches Wohnen zu den Kernaufgaben. „Damit ist die wbg Nürnberg ein echtes Vorbild in der Unternehmenslandschaft unserer Stadt“, unterstreicht OB König.

Preis für diskriminierungsfreie Unternehmenskultur

Gerade Unternehmen können in vielfältiger Weise zu einer Kultur der Menschenrechte beitragen. Dazu zählt der Initiator, das Menschenrechtsbüro der Stadt Nürnberg, etwa die Beschäftigung von Menschen mit Migrationshintergrund und Gleichbehandlungsstrategien am Arbeitsplatz.

Der undotierte Preis mit Skulptur und Urkunde wird seit 2011 alle zwei Jahre verliehen. Zuletzt erhielt die Sparkasse Nürnberg den Preis für eine familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik. Davor würdigte die Stadt 2017 den Nürnberger Modehändler glore. Dessen Konzept berücksichtigt faire Arbeitsbedingungen in der Produktion sowie Ökologe und Nachhaltigkeit.

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