E-T-A Schutzschalter 2020 leicht im Minus

E-T-A Schutzschalter 2020 leicht im Minus

Das Altdorfer Familienunternehmen E-T-A Elektrotechnische Apparate ist vergleichsweise glimpflich durch das Pandemie-Jahr 2020 gekommen. Der Weltmarktführer für Schutzschalter und Sicherungsautomaten verbuchte beim Umsatz ein Minus von knapp 6 Prozent auf 115 Millionen Euro. Angesichts der durch Corona stark schwankenden Märkte rund um den Globus zeigte sich Geschäftsführerin Jennifer Sell „einigermaßen zufrieden“.

E-T-A bedient international die Segmente Automation, Equipment etwa von professioneller Medizintechnik und Transportation. Letzteres macht insbesondere mit den Teilmärkten Luftfahrt, Pkw und Lkw rund 43 Prozent des Geschäfts aus.

Während das Pkw-Geschäft von Corona infiziert wurde, setzt der aufkeimende Markt der E-Mobilität einen Gegentrend. „Fließt mehr Strom mit höherer Spannung, ist die E-T-A gefragt“, ergänzt Christian Kube, Mitglied der Geschäftsleitung. Zuwächse verbuchten die Segmente Anlagen und Medizintechnik. Die Abfüllanlagen für dem Impfstoff von BionTech arbeiten mit E-T-A-Produkten, auch in Desinfektionsgeräten findet sich die Schutztechnik aus Altdorf.

E-T-A Schutzschalter 2020 leicht im Minus
Geschäftsführerin Dr. Jennifer Sell und Christian Kube, Mitglied der Geschäftsleitung der E-T-A Elektrotechnische Apparate Foto: E-T-A

Neues Kleinteilelager

Der Schutzschalter-Hersteller investiert am Stammsitz in den kommenden zwei bis drei Jahren in ein neues Kleinteilelager. Die Investitionssumme von über 20 Millionen Euro unterstreicht langfristig die Bedeutung von Altdorf als weltweite Drehscheibe des Familienunternehmens. Die Zukunftsorientierung unterstreicht auch die angestrebte CO2-Neutralität und Energieeffizienz. Dafür sollen beim Neubau Photovoltaik, Dachbegrünungen und eine CO2-neutrale Hackschnitzel-Heizung sorgen.

Stabiler und innovativer Arbeitgeber

Zum Jahreswechsel beschäftigte E-T-A in Deutschland 710 Mitarbeiter, davon 124 im oberpfälzischen Werk Hohenfels. Das waren 4 Arbeitnehmer weniger im Vergleich zum Vorjahr. Weltweit sank die Zahl der Beschäftigten um 52 auf exakt 1.292 Mitarbeitern.

Für das Geschäft von morgen arbeiten die Altdorfer in zehn Forschungsverbundprojekten an zukünftigen Schalt- und Schutzkonzepten. In den letzten fünf Jahren meldete E-T-A 45 Patente neu an. Insgesamt hat das Unternehmen ca. 250 lebende Patente aus 66 Patentfamilien. Aktuell tüfteln die Entwickler gemeinsam mit dem Technologie Campus Parsberg-Lupburg an 3D-Druck-Lösungen.

Mit dem Ausblick auf das laufende Jahr hielt sich Sell allerdings zurück. Man liege im ersten Quartal im positiven Bereich. Für das Gesamtjahr gebe es aber zu viel Unwägbarkeiten.

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