Viele Gründe für Erwerbsarbeit im Ruhestand

Arbeiten im Rentenalter hat sich mehr als verdoppelt

Arbeiten im Rentenalter ist keine Ausnahmeerscheinung mehr. Der Anteil der erwerbstätigen Personen im Ruhestand hat sich in den letzten 25 Jahren mehr als verdoppelt. Das zeigt eine Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) aus Berlin. Allerdings ist es noch kein Massenphänomen. In der Gruppe der 65- bis 69-Jährigen gehen rund 15 Prozent einer Erwerbsarbeit nach. Von den 70- bis 74-Jährigen sind es noch rund 13 Prozent.

Die Gründe für einen Job im Rentenalter sind vielfältig. Der IAB-Befragung geben die Meisten nichtmonetäre Gründe für ihre Erwerbsarbeit an. Ganz vorn steht der Spaß an der Arbeit bei 97 Prozent. Es folgen das Bedürfnis nach einer sinnvollen Aufgabe bei 92 Prozent und sozialen Kontakten mit 91 Prozent. Immerhin bei mehr als vier von zehn spielen finanzielle Motive eine Rolle. Die finanzielle Situation wird dabei überdurchschnittlich oft von Personen im unteren Einkommensbereich und von Frauen als Begründung genannt.

Bezüge und Vermögen im Alter spielen eine große Rolle. Acht von zehn begründen ihre Arbeitsabstinenz im Ruhestand mit zwei Aspekten. Erstens hätten sie im Leben genug gearbeitet und zweitens sei ihr Haushaltseinkommen ausreichend. Dagegen gibt im untersten Einkommensviertel nur rund die Hälfte ein ausreichendes Einkommen als Grund für den Verzicht auf eine Erwerbstätigkeit im Ruhestand an.

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