Corona infiziert Craft Beer Shanghai

Craft Beer China ist Opfer der Null-Covid-Strategie

Die Messefamilie der Nürnberger Brau Beviale startet unglücklich ins Messejahr 2022. Erst trifft es Ende März die Beviale Moscow 2022, die angesichts des russischen Krieges gegen die Ukraine auf unbestimmte Zeit aussetzt. Nun trifft es die Craft Beer China, die eigentlich Mitte Mai an den Start wollte. Neuer Termin ist Ende Juli 2022 im Shanghai World Expo Exhibition and Convention Center.

Damit ist die Craft Beer China ein Opfer der chinesischen Null-Covid-Strategie. Der Lockdown der Mega-City mit mehr 25 Millionen Einwohner war eigentlich begrenzt. Nun verlängerte gerade die Stadtregierung den Lockdown auf unbestimmte Zeit. Dort heißt Lockdown übrigens tatsächlich Lockdown. Die Bewohner bleiben zu Haus, die Behörden verteilen Essen und Trinken.

Eigentlich ist die Terminverschiebung durch die NürnbergMesse China eher eine Randnotiz. So als fällt in Shanghai ein Sack Hopfen um. Die Folgen der Null-Covid-Strategie dürfte aber bis zu uns Wellen schlagen. Denn Shanghai ist ein bedeutender Produktionsstandort von Elektronikartikeln für den Export. Zusätzlich läuft es am Hafen Shanghai nur noch langsamer. Das Drehkreuz von chinesischen Produkten für den Welthandel ist zwar in Betrieb. Berichtet wird allerdings von erheblichen Verzögerungen.

Das Handelsblatt berichtet von einer Blitzumfrage der deutschen Außenhandelskammer in China unter ihren Mitgliedsunternehmen. Demnach haben die Corona-Maßnahmen im Riesenreich bei mehr als 50 Prozent der deutschen Firmen vor Ort schwere Auswirkungen. Das betreffe etwa Logistik, Lagerhaltung und Lieferketten bis hin zur vollständigen Unterbrechung. 

Der Hafen Shanghai war 2021 der wichtigste Partner deutscher Seehäfen im Containerverkehr. Von dort kamen grob eine Millionen 20 Fuß-Container, fast ein Drittel des gesamten Umschlags mit chinesischen Häfen.

handelsblatt.com (Paid), nue-news.de: NürnbergMesse hofft auf besseres 2022  

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