UmweltBank konkretisiert UmweltQuartier

Umweltbank reduziert miUmweltbank reduziert mit „UmweltQuartier“ Platznot

Mit dem geplanten „UmweltQuartier“ am Nürnberger Nordwestring reduziert die Umweltbank zugleich ihre eigene Platznot. Denn auf dem ehemaligen GfK-Areals entsteht als Teil des Quartiers der neue Stammsitz „UmweltHaus“. Der derzeitige Stammsitz am Laufertorgraben ist schon längst für die wachsende Zahl der Mitarbeiter – aktuell 278 – schon lange zu klein. Der zunächst noch für dieses Jahr vorgesehene Baubeginn ist nun für 2022 geplant. Der Umzug ist für 2024 vorgesehen.

„Wir wollen eine offene, flexible und vernetzte Arbeitswelt schaffen, die unseren Mitarbeitenden Raum zur Entfaltung schenkt und dabei Ökologie und Ökonomie vereint.“ So gibt UmweltBank-Vorstand Goran Basic die Marschrichtung für das Bauprojekt vor. Um ihrem besonderen Nachhaltigkeitsanspruch gerecht zu werden, baut die grüne Bank ihren Firmensitz einerseits als Holzhybridgebäude. Andererseits geht es angesichts knapper Flächen in für Nürnberg luftige Höhe mit 13 Vollgeschossen.

KfW Effizienzhaus 40 EE

Neben dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe spielen bei der Bauausführung auch viele weitere ökologische Aspekte eine zentrale Rolle. So realisiert die UmweltBank das Objekt als eines der ersten Bürogebäude in Deutschland nach dem Energieeffizienz-Standard „KfW Effizienzhaus 40 EE“. Damit strebt sie auch eine Platin-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) an. Allerdings tüftelt das grüne Geldinstitut derzeit noch daran, wie sich das Nachhaltigkeitskonzept mit baurechtlichen und finanziellen Notwendigkeiten unter einen Hut bringen lässt.

Eine zentrale Rolle für die Nachhaltigkeit spielt das umfassende Energiekonzept, das derzeit für UmweltHaus und UmweltQuartier erarbeitet wird. Vorgesehen sind – neben der Erzeugung von eigener Solarenergie – unter anderem die Energiegewinnung mit Wärmepumpen über Erdwärme sowie Maßnahmen zur effizienten Wärmedämmung und -rückgewinnung.

Dass der Strom im UmweltHaus mit der Kraft der Sonne erzeugt werden soll, ist naheliegend. Weil aber die Dachflächen allein nicht ausreichen, um den Energiebedarf des Gebäudes zu decken, werden auch die Fassaden zu einem großen Teil mit Photovoltaikmodulen ausgestattet. Dies ist in dieser Größenordnung einzigartig in der Region. Der so gewonnene saubere Strom ist Teil eines ganzheitlichen Energiekonzepts, das in den kommenden Wochen und Monaten noch weiter verfeinert wird.

Soziale Nachhaltigkeit geplant

Im UmweltQuartier finden öffentlich geförderter Wohnraum, Studenten-Apartments, Kita, verschiedenen Gemeinschafts- und Veranstaltungsräumen sowie ein geplantes Quartiersmanagement Platz. Auf diese Weise schafft das Projekt auch soziale Nachhaltigkeit. Im UmweltHaus finden neben weiteren Büroflächen für Dritte auch ein Bio-Fachmarkt und ein Café Platz. Öffentlich zugängliche Grünflächen und ein autoarmes, auf Radfahrende, E-Mobility und Car-Sharing ausgerichtetes Mobilitätskonzept schaffen zusätzliche Mehrwerte für Bewohner.

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Beitragsbild: Umweltbank / Spengler Wiescholek