Ukraine-Krieg und Inflation vermasseln Konsumlust

EU-Einzelhandel wächst 2021 um 6,8 Prozent

Der Krieg in der Ukraine trübt im März die Verbraucherstimmung der Deutschen. Zwar verzeichnet die Anschaffungsneigung gegenüber dem Vormonat moderate Einbußen. Die Konjunktur- und Einkommensaussichten brechen dagegen regelrecht ein. Sie verzeichnen teilweise neue Rekordtiefs nach der Finanzkrise 2009. Dies sind Ergebnisse der Konsumklimastudie vom Nürnberger Marktforscher GfK.

Zuvor erwartete die GfK aufgrund der absehbaren Corona-Lockerungen ein Plus bei der Konsumstimmung. „Mit Beginn des Ukraine-Krieges hat sich dies jedoch schlagartig in Luft aufgelöst“, erklärt GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. „Steigende Verunsicherung sowie die Sanktionen gegenüber Russland haben vor allem die Energiepreise explosionsartig in die Höhe schnellen lassen und drücken damit spürbar auf die allgemeine Verbraucherstimmung.“

Bei den Einkommenserwartungen der Bundesbürger zieht wieder großer Pessimismus ein. Durch die stark gestiegenen Preise für Gas, Heizöl und Benzin sehen die Verbraucher ihre Kaufkraft dahinschmelzen. Die Verbraucher sehen zunehmend Gefahren für die deutsche Konjunktur. Sanktionen, hohe Energiepreise sowie unterbrochene Lieferketten haben das Risiko einer Rezession sprunghaft ansteigen lassen. Die Risikofaktoren stellen laut GfK die positiven Impulse, die aus den Lockerungen zu erwarten sind, klar in den Schatten.

handelsblatt.com (Paid) nue-news.de: Verbraucher zum Jahresstart zuversichtlicher

Schlagwörter: