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TeamBank bekommt grünes Licht im Schufa-Bieterstreit

TeamBank bekommt grünes Licht im Schufa-Bieterwettbewerb

Das Bundeskartellamt gibt im Bieterwettbewerb um die deutsche Auskunftei Schufa grünes Licht. Der schwedische Investor EQT möchte sich gern bis zu 100 Prozent der Anteile sichern. Als Gegenreaktion meldete auch die Nürnberger TeamBank ihr Interesse an. Sie will ihre Beteiligung aufstocken. Das grüne Licht der Behörde bezieht sich allerdings nur auf „wettbewerblichen Auswirkungen angemeldeter Zusammenschlüsse“

Die Schufa ist eine sogenannte Auskunftei. Sie startet 1927 zunächst als Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung (später: Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditfinanzierung). Seitdem sammelt sie Informationen über Privatpersonen und berechnet nach einem geheimen Verfahren die Kreditwürdigkeit. Dieses Scoring nutzen beispielsweise Online-Shops, Ratenkredit- und Absatzfinanzierer, Vermieter oder Telekommunikationsanbieter. Auch Daten von Bank- und Kreditkarten fließen an die Schufa.

Die Anteile an der Schufa liegen aktuell bei verschiedenen Privatbanken und Sparkassen, Genossenschaftsbanken sowie weiteren Unternehmen. Die TeamBank als genossenschaftliches Institut hält rund 18 Prozent. Sie kommt mit weiteren genossenschaftlichen Instituten auf etwas über 20 Prozent. Die Sparkassen haben ein Anteilspaket von über 26 Prozent. Wegen ihres Vorkaufsrechts dürfte den beiden Bankengruppen die Mehrheit sicher sein.

Investor EQT hat wohl sich eine Option auf die ersten 10 Prozent gesichert, schreibt die FAZ. Die Schweden hätten einen US-Konkurrenten mit der EU-Datenschutzkarte ausgestochen. Mittlerweile scheint sich EQT auch mit der Minderheitsrolle abzugeben, um das schlummernde Potenzial zu mobilisieren. EQT brachte letztes Jahr die Nürnberger Softwareschmiede Suse an die Börse.

handelsblatt.com (Paid), zeit.de, faz.net (Paid), nue-news.de: Teambank mit flauem Ratenkreditgeschäft

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