Stadt Nürnberg nutzt künftig Luca-App

Freistaat Bayern verfolgt bald mit Luca-App

Impfen, Testen und Kontakte verfolgen sind die drei Stellschrauben im Kampf gegen Corona. Die Stadt Nürnberg nimmt nun die Kontaktverfolgung in Angriff und nutzt als erste Stadt in Bayern die Luca-App. Sie ist eine Ergänzung zur Corona-App der Bundesregierung und erlaubt eine effektive, digitale Kontaktnachverfolgung. Anders als bei den jüngsten – kurzfristigen – Ladenöffnungen in Nürnberg, müssen keine Zettel mehr per Hand ausgefüllt werden.

Der Kooperationsvertrag mit der Luca-App erlaubt beim Betreten und Verlassen eine digitale Registrierung zum Ein- und Auschecken. Das gilt für Geschäfte, Gastronomiebetriebe, Kulturveranstaltungen oder auch Ärzte und Apotheken, sobald Lockerungen möglich sind. Auch im privaten Umfeld ist bei Treffen die App-Nutzung aus reiner Vorsicht sinnvoll.

„Ich freue mich: Die Nutzung der App vereinfacht bei Einhaltung aller Corona-Hygienevorgaben eine schrittweise Rückkehr in ein normaleres Leben in der Stadt“, sagt Oberbürgermeister Marcus König. Die App ist kompatibel unter anderem mit der Software der Gesundheitsämter, Sormas und Octoware.

Stadt Nürnberg nutzt künftig Luca-App
Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König hat sie Luca-App schon auf seinem Handy.
Foto: Stadt Nürnberg / Andreas Franke

„Eine lückenlose Nachverfolgung und Unterbrechung von Infektionsketten ist eine wichtige Grundvoraussetzung für mögliche Öffnungsschritte. Die Digitalisierung der Kontaktnachverfolgung bietet Erleichterungen im Prozessablauf, die sich in verbesserter Kontrolle der Infektionen oder möglichen Lockerungen spiegeln könnten“, ergänzt Gesundheitsreferentin Britta Walthelm.

So arbeitet die Luca-App

Im Falle einer Infektion garantiert die App eine sichere und verschlüsselte digitale Meldekette an das Gesundheitsamt. Die App-Daten enthalten eine verifizierte Handynummer zur Kontaktnachverfolgung. Dabei ist es unerheblich, ob man sich mit dem Fake-Namen Donald Duck registriert hat. So können auch Infektionscluster schneller und besser ermittelt werden. Die kostenfreie App kann sofort installiert werden. Betreiber aus dem Stadtkreis Nürnberg werden zeitnah durch den Anbieter der Luca-App freigeschaltet. Nach dieser Freischaltung kann das Gesundheitsamt die im Ernstfall freigegebenen Daten für die Kontaktnachverfolgung auszuwerten.

Das Einchecken geschieht durch das Scannen eines Barcodes (QR-Code) mit der Handykamera. Die App speichert dann den Kontakt. Im Infektionsfall fordert das Gesundheitsamt vom Gastgeber oder dem Veranstalter die Check-Ins und informiert kurzfristig die Kontaktpersonen. Die Daten werden verschlüsselt und anonymisiert an das Gesundheitsamt weitergegeben. Nur das Gesundheitsamt hat Zugriff auf die Identität der Personen.

Blick über die Nürnberger Stadtmauer

Mecklenburg-Vorpommern hat bereits einen landesweiten Vertrag mit der Luca-App geschlossen. Ein Impuls war der erfolgreiche Pilotversuch in Rostock. In Thüringen ist nach Abschluss einer Testphase der Einsatz in allen 22 Gesundheitsämtern geplant. Die Stadt Fürth bietet sein Monatsbeginn die App darf ich rein.de. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Anstalt für kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) und des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands.

„Die Luca-App ist ein wichtiger Baustein, um nach dem Lockdown wieder Öffnungen bei größtmöglichem Schutz zu gewährleisten. Die App hat sich in anderen deutschen Kommunen bereits bewährt. Wenn sie nun in Nürnberg zur Anwendung kommt, wollen wir das durch unsere Hochschulen wissenschaftlich begleiten lassen“, hebt Wirtschaftsreferent Michael Fraas hervor.

nordbayern.de, br.de, nue-news: Darf ich rein-App in Fürth