Stadt Nürnberg kauft Großteil des Prinovis-Areals

Stadt Nürnberg kauft Großteil des Prinovis-Areals

Das Aus für die Nürnberger Tiefdruckerei Prinovis mit seinem zuletzt 700 Mitarbeitern zum Monatsende stand schon lange fest. Nun hat sich die Stadt Nürnberg rund fünf Hektar des östlichen Areals an der Breslauer Straße gesichert. Die Flächenkonversion der Tochter der Bertelsmann Printing Group ist damit zu einem nicht genannten Kaufpreis in trockenen Tüchern. Insgesamt verfügt das Areal über knapp zehn Hektar.

Einst war Prinovis ein großes Aushängeschild des Druckstandorts Nürnberg. Hier liefen einst die Lustigen Taschenbücher-Comics, der Quelle-Katalog bis zur Insolvenz des Versandhausriesen oder auch der Katalog von Otto von der Rolle. Mit der Schließung geht eine 70-jährige Ära im Stadtteil Langwasser zu Ende. „Wir stellen nun die Weichen in Richtung Zukunft, indem wir den östlichen Teil des Prinovis-Areals zu einem Raum für Bildung entwickeln“, sagt Wirtschaftsreferent Michael Fraas.

Die Stadt plant ein Schulzentrum mit drei Schulen. Die bauliche Entwicklung erfolgt in Teilschritten ab dem 2. Quartal 2022. Erster Schritt soll die Errichtung der Berufsbildenden Schule B13 sein, dann folgen der Bau des Gymnasiums und der Realschule.

Der Erwerb der Flächen durch die Stadt und die Koordination der dabei beteiligten städtischen Dienststellen erfolgte durch das „Strategische Liegenschaftsmanagement“ (SIM). Das ist eine neu etablierte Einheit des städtischen Liegenschaftsamts. Die SIM-Einheit ist auf strategisch bedeutsame und große Immobiliengeschäfte und -entwicklungen der Stadt ausgerichtet.

Der westliche Teil mit rund 4,4 Hektar wird als Gewerbestandort weiterentwickelt. Ein privater Investor setzt perspektivisch an der exponierten Kreuzungslage auf hochwertiges Gewerbe, Hightech und Büros. Hilfreich könnte die Nähe von vier U-Bahnstationen vom künftigen Campus der Technische Universität Nürnberg sein. „Daraus ergeben sich Perspektiven für wissensintensive, hochschulaffine und forschungsnahe Unternehmen oder Start-Ups aus der Hightech-Branche, die gezielt die Nähe zur Universität suchen“, findet Fraas. 

br.de, nordbayern.de, nue-news: TU-N Gründungspräsident  

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