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NürnbergMesse meldet sich zurück

Geschäftsmodell Messe ist intakt

„Das Geschäftsmodell Messe ist intakt“, diagnostiziert Peter Ottmann, Chef der NürnbergMesse in seiner vorläufigen Bilanz. Zwar startete das abgelaufene Messejahr 2022 noch mit zwei Lockdownmonaten. Trotzdem zeigen die wichtigsten Kennzahlen einen ordentlichen Schritt Richtung Erholung von den Pandemiezeiten. Nach vorläufigen Berechnungen beteiligten sich an 135 Veranstaltungen weltweit insgesamt über 23.600 Aussteller. Wegen unterschiedlicher Veranstaltungszyklen hat die Messe im Zweijahresrhythmus starke und schwache Jahre. Sie vergleicht ihre Zahlen daher immer mit den Vorvorjahr. Entsprechend gab es im ersten Coronajahr 2020 nur 57 Veranstaltungen mit knapp 12.400 Ausstellern. Sie belegten eine Fläche von rund 829.000 Quadratmetern, 2020 waren es gerade mal 360.000 Quadratmeter. Auch die Zahl der Besucher hat sich auf über 981.000 mehr als verdoppelt. Vor diesem Hintergrund erholte sich auch der Umsatz mit einem deutlichen Sprung. Nach 110 Millionen Euro in 2020 weist die vorläufige Berechnung 250 Millionen Euro aus.

Die Internationalität auf Aussteller- wie auf Besucherseite lag mit 44 Prozent bzw. 22 Prozent wieder auf dem Niveau des Rekordjahres 2018. „Insbesondere diese Werte der Internationalität sind gerade für unsere sozioökonomischen Effekte in Stadt und Metropolregion Nürnberg von herausragender Bedeutung“, ordnet Messe-Co-Chef Roland Fleck ein.

Die Anzahl der Beschäftigten in der GmbH legte leicht auf 573 zu. Die NürnbergMesse Group erholte sich nach 964 in 2021 auf insgesamt 1.086. Zum Vergleich: 2019 waren es sogar noch fast 1.200.

Für das veranstaltungsschwächere Jahr 2023 erwartet die Messegesellschaft einen Umsatz von über 230 Millionen Euro. Es ist das 50. Geschäftsjahr seit dem Start im Stadtteil Langwasser. Im Messezentrum Nürnberg stehen planmäßig 76 Veranstaltungen an, weitere 71 sind weltweit geplant. Darunter finden sich zehn Veranstaltungen neu im Portfolio, unter anderem in Indien, Brasilien und Indonesien. In Nürnberg findet im Mai erstmals die Gastveranstaltung Legal Revolution statt. Sie beschäftigt sich mit der Implementierung künstlicher Intelligenz in der Jurisprudenz. Sie dürfte ein aktualisierter Nachfolger der Eigenveranstaltung NetLaws sein. Diese Konferenz für Recht, Gesellschaft und Industrie in der digitalen Welt setzte sich nicht am Markt durch. Insgesamt rechnen die Nürnberger Messemacher damit, dass Präsenzveranstaltungen spätestens 2025 oder 2026 auf das Vor-Corona-Niveau zurückkehren.

E-Paper Nürnberger Nachrichten (Paid; 50 Jahre Messe), nue-news.de: NürnbergMesse will wieder durchstarten

Beitragsbild: Das Chef-Duo der NürnbergMesse: Roland Fleck (li.) und Peter Ottmann

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