IHK zeichnete Gründer in Mittelfranken aus

IHK zeichnete Gründer aus

Brauereitechnik für Craft-Beer-Brauer, innovative Konzepte für die Wärmeversorgung und KI-Software für das Personalmanagement: Die IHK Nürnberg zeichnete diese Geschäftskonzepte mit dem diesjährigen IHK-Gründerpreis Mittelfranken aus. Sie gingen an den Gründer der Nürnberger Craft-Ing, Daniel Bassing, an Prof. Volker Stockinger, Gründer der Nürnberger Energie Plus Concept sowie an Michael Plentinger, Gründer der Fürther Greple. In diesem Jahr reichten 37 junge Unternehmen ihre Geschäftskonzepte ein. Sie dürfen nicht älter als fünf Jahre sein. Sie sorgen insgesamt für bislang 423 Arbeitsplätze und 18 Ausbildungsplätze.

Craft-Ing plant und berät Kleinbrauereien und Start-Ups GmbH einzelne Anlagenkomponenten oder komplette Brauereien von der Malzmühle bis zur Abfüllanlage. Die Energie Plus Concept entwickelt nachhaltige Energiekonzepte für Siedlungen und Quartiere. Für die Wärmewende plant und optimiert sie innovative Wärmenetze und unterstützt so z.B. Kommunen. Die Software von Greple analysiert Daten auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) als eine Art digitale Eignungsdiagnostik. Sie berechnet etwa, wie groß der Aufwand ist, um eine Person in ein neues Kompetenzfeld einzuarbeiten.

Das Ranking der Gründer-Branchen führten diesmal Dienstleistungen und Handel an. Es folgten die beiden Sparten Information und Kommunikation sowie verarbeitendes Gewerbe. Das Gastgewerbe registrierte einen Gründer.

Die IHK rief den IHK-Gründerpreis 1996 im Zuge ihrer Existenzgründungsoffensive ins Leben, um das Gründungsklima in der Region stetig zu verbessern. Mittlerweile hat sich ein festes Netzwerk etabliert. In den 26 Wettbewerbsjahren bewarben sich 921 Unternehmen um den IHK-Gründerpreis Mittelfranken. Sie schufen innerhalb der ersten Jahre nach Gründung rund 14.000 Arbeitsplätze und 570 Ausbildungsplätze.

Rückkehr der Gründerlust

Nach dem starken Sinkflug der Gewerbeanmeldungen im Jahr 2020 – dem tiefsten Stand seit 1999 – stiegen im vergangenen Jahr die Zahl der Gewerbeanmeldungen in Mittelfranken wieder deutlich an. Sie übertrafen mit knapp 15.900 Anmeldungen die Vorkrisenwerte und erreichten den höchsten Wert seit 2013.

Im vergangenen Jahr nahmen – nach Corona-Ausfall 2020 – 46 junge Unternehmen am Gründerwettbewerb teil. 2019 waren es 34 junge Unternehmen. Damit ist zahlenmäßig das Vorkrisenniveau erreicht. Auch bundesweit stellt der Gründungsmonitor der KfW fest, dass der Weg in die Selbstständigkeit das Niveau von 2019 wieder erreicht hat. 2021 stieg die Zahl der Existenzgründungen um 13 Prozent auf bundesweit 607.000.

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