IHK: Optimisten gewinnen Oberhand

IIHK Nürnberg: Wirtschaft unter Druck

Bei dem Geschäftserwartungen der mittelfränkischen Betriebe gewinnen die Optimisten die Oberhand. Bei den Erwartungen liegt nach dem coronabedingten Zickzack-Kurs die Fieberkurve in Summe wieder im positiven Bereich. Laut des Konjunkturklimaindex der IHK Nürnberg für das Frühjahr zeigen sich 29 Prozent der Befragten zuversichtlich. Knapp die Hälfte der Unternehmen geben sich neutral und sehen keine Anzeichen für Veränderung. Ein knappes Viertel befürchtet in den kommenden Monaten eine weitere Verschlechterung seiner Geschäftslage. Immerhin erreichen die Erwartungen nach herben Rückschlägen wieder das Niveau von 2019.

Die aktuelle Geschäftslage schneidet dagegen nicht so gut ab. Das mittelfränkische Konjunkturklima befindet sich nach dem Rückschlag zu Jahresbeginn weiterhin im negativen Bereich. Satte 40 Prozent schätzen die Lage als schlecht ein. „Mehr denn je zeigt sich die mittelfränkische Wirtschaft nach über einem Jahr der Corona-Pandemie gespalten“, betont IHK-Präsident Armin Zitzmann.  Die mittelfränkische Industrie wertet ihre Lage dank Exportstärke Lage mehrheitlich positiv. Die Bauwirtschaft entwickelt sich stabil.

Auf der Verliererseite befinden sich nach wie vor der stationäre Handel sowie Beratung, Medien und Werbung, Immobiliendienstleistung oder auch Kongress- und Messewesen. Für verbrauchernahe Dienstleistungen sowie Gast- und Reisegewerbe ist die Lage weiterhin duster.

Bei der Beschäftigung gibt die Corona-Krise weiterhin die Richtung vor. Jeder dritte Betrieb passt seine Personalkapazitäten an eine verminderte Nachfrage an. Davon setzen 80 Prozent auf die erweiterten Möglichkeiten der Kurzarbeit. Dagegen sind reduzierte Zeitarbeit, Auslaufen befristeter Arbeitsverhältnisse oder durch betriebsbedingte Kündigungen seltener geworden als noch zu Jahresbeginn.

Stimmungsmäßig sind die befragten Betriebe am deutlichsten mit den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen unzufrieden. Dahinter verbirgt sich insbesondere der Frust über die politischen Corona-Regeln oder auch die Sorge um einen – politisch – schnell steigenden CO2-Preis.

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