Rödl: Weltmarktführer starten durch

Handelsblatt veröffentlicht geheimen „Wambach-Bericht“

Deutsche Weltmarktführer sind bereits im Auslandsgeschäft wieder gut unterwegs. Das geht aus dem Weltmarktführerindex Deutschland der Nürnberger Beratungs- und Prüfungskanzlei Rödl & Partner für das Frühjahr 2021 hervor. Der aktuelle Indexwert erreicht mit 53,87 Prozent fast das Vor-Corona-Niveau im Frühjahr 2019 mit 59,2 Prozent.

Im letzten halben Jahr hat sich das Geschäftsklima deutlich gedreht. Fast 84 Prozent der Weltmarktführer betrachten die Lage als akzeptabel und besser. Nur noch 3 Prozent charakterisieren das Geschäftsklima als „katastrophal“ bzw. „miserabel“. Damit hat sich dieser Wert in den letzten sechs Monaten halbiert.

Insbesondere der Ausblick auf das internationale Geschäft macht den Weltmarktführern Freude. Mehr als die Hälfte beschreibt den Ausblick als „stabil“. Ein gutes Drittel beurteilt die Perspektive als „stark“ bis sehr stark“. Das größte internationale Wachstumspotenzial findet sich laut Erhebung unter wissenschaftlicher Leitung der Uni St. Gallen nach wie vor in Asien.

Als momentan größte Gefahr für die Globalisierung fürchte vier von fünf Weltmarktführer „Corona“. Deutlich verschlechtert fällt die Bewertungen für die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung aus. In Summe sinkt die Schulnote auf eine 3,7 ab. Darunter finden sich satte 40 Prozent, die sogar die Politik mit „Mangelhaft“ oder „Ungenügend“ benoten.

Für den Index geben halbjährlich deutsche Weltmarktführer anonym ihre Einschätzungen zu aktuellen Themen ab. Auswahlkriterien sind unter anderem Auslandsumsatz von mindestens 50 Prozent in mindestens 3 Kontinenten. Der Jahresumsatz muss über 50 Millionen Euro betragen. Zusätzlich ist im relevanten Marktsegment eine führende Position mit Platz 1 oder 2 ausschlaggebend.

Zu den Weltmarktführern aus dem Großraum gehören beispielsweise der Sportartikler Adidas, der Hopfenhändler BarthHaas, E-T-A Elektrotechnische Apparate oder der Arbeitsschutz- und Sportschutzanbieter Uvex.   

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