GRR Group wächst mit Nahversorgungsimmobilien

GRR Group entwickelt sich erfolgreich

Die Nürnberger GRR Group entwickelt sich im Umfeld der Corona-Pandemie erfolgreich. Im Geschäftsjahr 2020/2021 (31.05.2021) wächst das Konzernergebnis um knapp 11 Prozent von 6,1 auf 6,8 Millionen Euro. „Das starke Jahr hat uns positiv überrascht“, konstatiert GRR-Vorstand Martin Führlein. Er sieht die GRR als führenden Spezialisten für Nahversorgungsimmobilien. Der Gesamtumsatz der Gruppe sank im gleichen Zeitraum um fast 5 Prozent auf 22,3 Millionen Euro. Das entspreche den normalen Schwankungen. Die Zahl der Beschäftigten stieg von 70 auf aktuell 74. Sie betreuen bundesweit rund 500 Nahversorgungszentren, Lebensmitteleinzelhandelsmärkte und Discounter mit einer Gesamtfläche von über 1.045.000 Quadratmetern.

Die GRR Group betreut 63 eigene Nahversorgungsobjekte mit Lebensmittelketten und ergänzenden Mietern. Hinzu kommen weitere 440 betreute Nahversorgerimmobilien über ihre GRR Retail Fonds. Der Spezialist schmilzt den Eigenbestand schrittweise ab und verstärkt das Fonds-Geschäft. Die gemanagte Fläche erreicht erstmals die Marke von einer Million Quadratmetern. Die betreuten Gewerbeimmobilien, die Assets unter Management, klettern deutlich auf 1,95 Milliarden Euro. Der Retail Fond No. 1 konnte gerade um zehn Jahr verlängert werden. Bei der No. 4 mit einem platzierten Eigenkapital von 258 Millionen Euro steht gerade der Bestandsaufbau an. Ein weiterer Fond liegt bei der BaFin zur Genehmigung. Darin spiegeln sich wohl verstärkt Green-Building-Standards und erneuerbare Energiequellen wider.

Das erste volle Corona-Jahr belastet zwar das Transaktionsgeschäft, ergänzt Vorstandskollege Andreas Freier. Gleichzeitig hat sich das Geschäftsmodell rund um die Immobilien für Lebensmittler bewährt. Sorgen um Retail-Standorte durch Online-Lieferdienste seien unbegründet. Die Leerstandsquote ist gering und die Insolvenzen der Nebenmieter „nicht signifikant“. Dafür allerdings kommen die entsprechenden Immobilien-Portfolios nun als große Pakete mit kräftigen Preisaufschlägen auf den Markt. Außerdem verstärke sich der Trend hin zur Mixed-Used-Immobilie. Zusätzlich zu den Versorgern integrieren Entwickler zunehmend etwa Arztpraxen oder Wohnungen in einen Standort.

ESG-Wende im Eigenbestand

Gemeinsam mit der Trierer WI Energy nimmt GRR die ESG-Wende mit Nachhaltigkeits-, Sozial- und Unternehmensführungs-Aspekten in Angriff. Hierfür prüft GRR die eigenen Dächer der Supermärkte auf ihre Stabilität. WI Energy mietet als Fullservice-Anbieter für Photovoltaik-Projekte bis zu 50 Objekte an, um dann Sonnenstrom zu gewinnen. Entsprechend ist für Führlein das Leid an Green Deal der EU & Co. „nicht groß“.

nue-news.de: Investoren greifen bei GRR fleissig zu

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