Umweltbank: Grünes Geld für grünen Wasserstoff

Umweltbank: Grünes Geld für grünen Wasserstoff

Im oberfränkischen Wunsiedel entsteht Bayerns größte Anlage zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. Das CO2-neutrale Wasserstoffprojekt mit dem Projektnamen WUN H2 kostet rund 20 Millionen Euro. Die Nürnberger Umweltbank übernimmt die Finanzierung von 50 Prozent mit Fremdkapital. Damit gibt sie grünes Geld für grünen Wasserstoff.  Für das grüne Geldhaus ist es die erste Wasserstoff-Finanzierung. Bislang finanziert sie Projekte im Bereich Erneuerbare Energien beispielsweise in Sachen Windkraft oder Photovoltaik.

Der von WUN H2 produzierte Wasserstoff deckt den Bedarf von regionalen Betrieben. Dadurch trägt es zur industriellen Dekarbonisierung bei. Laut Plan erfolgt die Inbetriebnahme im Sommer 2022. Dann vermeidet die Anlage pro Jahr über 15.000 Tonnen CO2. Die Projektgesellschaft WUN H2 betraut Siemens Smart Infrastructure als Generalunternehmer. „Grüner Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein der Energiewende“, kommentiert Umweltbank-Vorstand Goran Bašić. „Daher freuen wir uns, das Leuchtturmprojekt zu finanzieren.“

Wunsiedel mit seinen 10.000 Einwohnern ist Vorreiter der Energiewende. Die Kreisstadt produziert praktisch 100 Prozent ihrer Energie aus Sonne, Biomasse und Wind. Die Strategie des sogenannten „Wunsiedler Weges“ vernetzt alle Energiequellen, Erzeuger und Verbraucher miteinander. Langfristig soll die Anlage bis zu 1.300 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren. Das sogenannte PEM-Elektrolyseverfahren spaltet Wasser durch elektrischen Strom in Wasserstoff und Sauerstoff (Elektrolyse). Der notwendige Strom für den Anlagenbetrieb stammt ausschließlich aus Wind- und Solarenergie.

new.siemens.com/de, br.de, nordbayern.de, nue-news: Geschäft der Umweltbank sprießt   

Beitragsbild: Siemens

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