Stellenabbau bei Siemens Energy

Siemens Energy streicht weniger Jobs

Der Umbau von Siemens Energy wird auch in Mittelfranken deutliche Spuren hinterlassen. 700 Stellen sollen bis spätestens zum September 2025 hier wegfallen. Ein Großteil des Stellenabbaus dürfte aber bereits bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023 erfolgen. Die Nürnberger Nachrichten haben genau nachgezählt. Demnach fallen in Erlangen-Süd 679 von aktuell knapp 6000 Arbeitsplätze weg. Im Werk Nürnberg-Frankenstraße sind es 28 von rund 600 Jobs und im Nürnberger Trafowerk vier von rund 1400. Insgesamt will Siemens Energy im Segment Gas and Power weltweit rund 7.800 Stellen abbauen. Das entspricht jedem zwölften Job. Betroffen sind zu rund drei Viertel Management, Verwaltung und Vertrieb. Bundesweit stehen 3.000 Jobs auf der Einsparliste.

Der Start ins neue Geschäftsjahr ist allerdings gelungen. Das erste Quartal (31. Dezember) bescherte Siemens Energy ein Umsatzplus von 2,6 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Deutlicher fällt die Entwicklung beim Gewinn aus. Nach einem Verlust von 195 Millionen Euro im Vorjahresquartal drehte sich der Ertrag deutlich auf 99 Millionen Euro.

Die Siemens Energy AG wurde zum 1. April 2020 aus dem Siemens-Konzern ausgegliedert. Das Segment Gas and Power macht rund zwei Drittel des Umsatzes aus, das dritte Drittel entfällt auf den Bereich Siemens Gamesa Renewable Energy. Gas and Power leidet an dem politischen Klimawandel. Die einst stolze Siemens Energietechnik verdient sein Geld unter anderem mit Service-Aufträgen für fossile Kohlekraftwerke und Elektrik für Ölprojekte. Mit Blick auf die globalen Klimaziele wird sich Siemens Energy beispielsweise nicht mehr an Ausschreibungen neuer, ausschließlich mit Kohle befeuerter Kraftwerke beteiligen.

„Der Energiemarkt verändert sich rasant. Das bietet uns Chancen, stellt uns aber gleichzeitig vor große Herausforderungen“, zitiert das Handelsblatt den Siemens-Energy-CEO Christian Bruch.

br.de, nordbayern.de, handelsblatt.com (Paid), faz.net