Spielwarenhersteller: Nach Rekordjahr herrscht Unsicherheit

Spielwarenbranche setzt Höhenflug fort

Das erste Corona-Jahr 2020 hat den deutschen Spielwarenherstellern ein sattes Umsatzplus von rund 9 Prozent beschert. Nach diesem Rekordjahr herrscht in der Spielwarenindustrie nun Unsicherheit. Das konstatiert die 3. Corona-Umfrage des Deutschen Verbandes der Spielwarenindustrie (DSVI).

Doch nicht nur Abstandsregeln und Ausgangssperren verhindern knallende Sektkorken. So fürchten die Spielwarenhersteller, dass der Vertriebskanal stationärer Spielwarenfachhandel teils in existenzielle Nöte geraten könnte. Eine weitere Herausforderung bleiben intakte, funktionierende Lieferketten. Für das Gros der Hersteller steht deshalb die Forcierung der Digitalisierung und des Vertriebs (Web-Shops), die Unterstützung des Fachhandels und die Steigerung der Resilienz entlang der Supply Chain ganz oben auf der Agenda. In Summe dreht die Stimmung in den negativen Bereich. 50 Prozent der Befragten rechnen nach dem Boomjahr nun mit leicht bis stark negative Effekte.

Die Verschiebung der Spielwarenmesse wegen Corona in den Sommer dürfte ebenfalls für eine Eintrübung gesorgt haben. „Die Ergebnisse sind keine Überraschung“, sagt DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil.

Die deutsche Spielwarenindustrie rechnet nach der Pandemie mit sichtbaren Spuren in der Handelslandschaft. Nur 7 Prozent der Befragten rechnen damit, dass die Kunden wieder voll und ganz in den stationären Spielwarenhandel zurückkehren. Mehr als die Hälfte ist sich sicher, dass das nur teilweise gelingt.

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