Optik Schlemmer behält Durchblick

Optik Schlemmer hat keinen Grund zum Jubeln

Das abgelaufene Corona-Jahr bescherte dem Nürnberger Gleitsicht-Spezialisten Optik Schlemmer ein Minus. Der Netto-Umsatz sank um rund 10 Prozent auf 3,4 Millionen Euro. Das ist kein Grund zum Jubeln. Im Vergleich zu anderem Branchen kann man mit der Entwicklung noch halbwegs zufrieden sein. Firmenchef Frank Schlemmer führt die regionale Optiker-Gruppe mit insgesamt sieben Standorten von seinem Stammsitz am Weißen Turm.

Im vergangenen Jahr hat sich der Optikermeister von seiner Filiale in Bergisch Gladbach verabschiedet. Dafür hat der BWLer mit Doktortitel seinen Standort Franken-Center zu einem Kompetenzzentrum für Sportoptik ausgebaut. Von dort aus betreut er etwa die Eishockey-Spieler der Nürnberger Ice Tigers. Die Sportoptik ist für ihn ein Teil der Spezialisierung auf Qualität und Kundennähe. „Unser Geschäftsmodell basiert auf der Anpassung hochwertiger Brillen, mit einem Fokus auf Gleitsichtgläsern, die eine kompetente Beratung und präzise Anpassung erfordern“, betont Schlemmer. Das ist zugleich eine Absage an preisaggressive Internetanbieter ohne persönliche Brillenanpassung.

Den Start ins laufende Jahr bezeichnet Schlemmer mit einem zweistelligen Umsatzrückgang als „enttäuschend“. Danach habe sich die Situation spürbar verbessert. Besonders der März und der Beginn vom April haben sich positiv entwickelt. Aktuell beschäftigt der Filialist ca. 40 Mitarbeiter, davon immerhin 15 Azubis. Nach wie vor sind einige Mitarbeiter in Kurzarbeit.

In diesem Jahr hätte Schlemmer eigentlich das 75. Firmenjubiläum feiern können. 1946 eröffnete Großvater Wilhelm und Frau Käthe im kriegszerstörten Nürnberg ein Fachgeschäft für Optik und Foto. An der Strategie der Firmengründer hält der Enkel bis heute fest. Sie hatten von Anfang an auf Service, Beratung, ein starkes Preis-Leistungsverhältnis und hochwertige Produkte gelegt.

Nürnberger Nachrichten (Paid)

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