Kurzarbeit drückt Löhne ins Minus

5 Prozent Umsatzplus im bayerischen Einzelhandel

Die Reallöhne bayerischer Arbeitnehmer sanken im ersten Coronajahr 2020 durchschnittlich um 1,8 Prozent. Das berechnet das Bayerische Landesamt für Statistik. Die Statistiker berücksichtigen hierfür alle Bruttomonatsverdienste zuzüglich betrieblicher Sonderzahlungen etwa für besondere Leistungen in der Pandemie. Weil Transferzahlungen wie Kurzarbeitergeld nicht berücksichtigt werden, drückt die Kurzarbeit die Löhne ins Minus.

Damit reißt erstmals das jahrelange Serie an wachsenden Lohntüten seit dem Krisenjahr 2009. Damals sank im Schatten der weltweiten Finanzmarkt- und Bankenkrise der reale Verdienst im Durchschnitt um 1 Prozent. Die Corona-Pandemie setzt dem Geldbeutel der Beschäftigten deutlicher zu.

Hinzu kommt ein kleiner Anstieg bei den Verbraucherpreisen. Entgegen dem Lohntrend erhöhten sich die Preise in Läden und Onlineshops um 0,5 Prozent gegenüber 2019.