Käthe Wohlfahrt: Christbaumschmuck-Hersteller im Schutzschirmverfahren

Das Nürnberger Eiscafe La Gelateria, einen Steinwurf vom Hauptmarkt entfernt, spricht Bände. Normalerweise drängen sich gerade an den Adventssamstagen Menschenmassen auf den Nürnberger Christkindlesmarkt – vorbei am Eiscafe, in das Käthe Wohlfahrt alljährlich zum Weihnachtsgeschäft einzieht. Jetzt finden sich hinter der Glasfront nicht ausgepackte Kartons.

Der beliebte Händler von Weihnachtsschmuck hat nun wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten einen Antrag auf ein Schutzschirmverfahren gestellt. Schon zuvor berichtete das Handelsblatt, dass bereits seit Frühjahr fast alle der rund 280 Mitarbeiter des Familienunternehmens aus dem mittelfränkischen Rothenburg ob der Tauber in Kurzarbeit.

Seit 1964 hat Käthe Wohlfahrt seinen Weihnachtsschmuck zu einem globalen Exportschlager gemacht. Ohne Corona kommen normalerweise allein ins fränkische Rothenburg Hunderttausende Besucher aus Fernost und Amerika.

Beim Schutzschirmverfahren kann anders als bei einer Insolvenz die Käthe Wohlfahrt KG die Geschäfte in vollem Umfang in Eigenregie unter Aufsicht eines vorläufigen Sachwalters weiterzuführen. Ziel ist es, dass das Verfahren im Wesentlichen mit Beginn des 2. Quartals 2021 abgeschlossen werden kann.

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