Immowelt sieht keinen Corona-Effekt bei Mieten

Von der Großstadt in den Speckgürtel: Corona gibt dem bestehenden Trend der Abwanderung aus Stadtzentren einen Schub. Von einer breiten Stadtflucht kann nicht die Rede sein.

Mieten in Nürnberg und Fürth teurer, in Erlangen etwas günstiger. So lässt sich die Analyse des Corona-Effekts bei Mieten durch das Portal Immowelt für das Jahr 2020 zusammenfassen. Grundlage der Erhebung sind allerdings nicht die tatsächlich gezahlten Mieten, sondern Angebotsmieten von Wohnungen mit 40 bis 120 Quadratmetern in deutschen Großstädten.

Die Erhebung nennt für Nürnberg einen – gemittelten – Mietpreis pro Quadratmeter von 10,10 Euro, 2 Prozent mehr als 2019. In der Kleeblattstadt Fürth legen demnach die Mieten um 3 Prozent auf durchschnittlich 9,90 Euro zu. In Erlangen sanken die Angebotsmieten um 3 Prozent auf 10,60 Euro.

Grundsätzlich sieht Immowelt im Corona-Jahr 2020 keine merklichen Auswirkungen auf die Angebotsmieten. Im bundesweiten Vergleich steigen in über 4 Fünftel der Großstädte die Quadratmeterpreise von Wohnungen weiter. Auch in der teuersten Stadt München klettert das Mietniveau um 2 Prozent auf 18,60 Euro im Median.

Eine verhaltene Entlastung auf dem Wohnungsmarkt stellt sich derzeit vor allem in kleineren Universitätsstädten ein. Eine Entwicklung, die sich bereits im 1. Halbjahr 2020 in einer Immowelt-Auswertung angedeutet hatte. Weil es wegen Corona weniger Präsenzveranstaltungen an Hochschulen gibt, sind weniger Studenten auf Suche nach einer Bleibe. Immowelt-Analyse für 80 Großstädte

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