Datev beteiligt sich an Fino Taxtech

Datev beteiligt sich an Fino Taxtech

Kurz vor dem Jahreswechsel baut die Nürnberger Datev ihr Beteiligungsportfolio aus. Für einen nichtgenannten Preis beteiligt sich die Genossenschaft für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte mit 51 Prozent am Kasseler Softwareunternehmen Fino Taxtech. Fino Taxtech ist eine Tochter der 2015 gegründeten Fintech-Unternehmensgruppe Fino. Sie bietet für Steuerberater, Unternehmen und Privatpersonen digitale Lösungen für die Grundsteuerreform. Zwar tritt die Grundsteuerreform erst 2025 bundesweit in Kraft. Allerdings müssen Grundeigentümer bereits in diesem Jahr eine Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts abgeben.

Damit führt die vorhergehende Kooperation zwischen Datev und Fino nun zu einer wirtschaftlichen Verflechtung. „Die Mehrheitsbeteiligung ist für uns die nächste Entwicklungsstufe und logische Konsequenz der schon sehr intensiven Zusammenarbeit“, erklärt Datev-Vorstandschef Robert Mayr. Der Kauf erlaubt nun eine umfassende Mitsprache bei den unternehmerischen Entscheidungen. So sichert die Genossenschaft auch die Hoheit der Anwender aus dem steuerberatenden Berufsstand über die in GrundsteuerDigital erfassten Daten.

Die Investition über die eigene Beteiligungstochter gilt als Fortführung der Ökosystem- und Plattformstrategie der Datev. Sie hatte sich frühzeitig entschieden, das Thema Grundsteuer mit einem Partner anzugehen. Die Fino-Gruppe ist mit ihrer Lösung GetMyInvoices bereits seit Jahren Software-Partner der Nürnberger.

Die Datev hat eine eigene IT Dienstleistungstochter und Auslandsgesellschaften in Österreich, Italien, Polen und Tschechien. Darüber hinaus findet sich in der Datev Beteiligungen GmbH auch eine Minderheitsbeteiligung an der Nürnberger Adorsys. Dieses Softwareunternehmen hat einen Fokus bei Zahlungslösungen und entwickelt auch für seine Kunden Produkt- und Geschäftsideen.

nue-news: Datev fordert Abschied vom preußischen Verwaltungssystem

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