Bio-Weltcommunity trifft sich digital

Bio-Weltcommunity trifft sich digital

Die vertrauten Kennzahlen zur Nürnberger Weltleitmesse Biofach sind passé. 2020 pilgerten 3800 Aussteller aus 100 Ländern ins Nürnberger Messezentrum. Über 47.000 Facheinkäufer nahmen Bio-Neuheiten in Augenschein, prüften Waren an Messeständen oder tauschten sich analog im Kongress aus. Diesmal trifft sich die Bio-Weltcommunity von Schreibtisch aus für drei Tage digital.

Das rein virtuelle Treffen der Bio-Weltcommunity findet als eSpecial des Messeduos Biofach und der Naturkosmetikmesse Vivaness statt. Insgesamt präsentieren sich 1.443 Ausstellern aus 82 Ländern. Zu den Top-Ausstellerländern zählen neben Deutschland, Italien, Frankreich, Niederlande und Spanien.

Mit verschiedenen Kommunikationstools wie Chats und Videocalls können sich Aussteller und Einkäufer vernetzen oder Geschäftskontakte pflegen. Die digitale Business-Plattform bietet auch ein integriertes Matchmaking-Tool. Damit erhalten Teilnehmer nach einer Suche/Biete Systematik zielgenau die Best Matches für potenziell richtige Kontakte. Der digitale Messe-Showroom bleib ein halbes Jahr verfügbar.

„Wir sind auf Menschenentzug“, sagte Petra Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung der NürnbergMesse, zum Auftakt des dreitägigen Events. Für die Zeit nach Corona ist sie sich aber sicher: „Die Zukunft der Messen wird hybrid sein.“ Das Treiben in den Messehallen und Kongressräumen werde künftig durch digitale Tools die Bio-Weltcommunity weiter vernetzen.

Auch Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König sieht das eSpecial eher als Überbrückung in bessere Zeiten. „Wir sind eine Genussregion, die man riechen und schmecken muss.“ Nürnberg hat sich als Biometropole positioniert und registriert mit rund 3.000 Biobetrieben in der Stadt einen attraktiven Wirtschaftszweig.  

nordbayern.de, nue-news.de: bio boomt

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