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Fuchs Baugruppe: „Wir bleiben krisenresilient“

Familienunternehmer Christoph Fuchs sucht nach Lösungen und Zukunftsfähigkeit

Familienunternehmer Christoph Fuchs denkt nicht daran, das Klagelied über steigende Material-, Energie- und Personalkosten anzustimmen. Der geschäftsführender Gesellschafter der CFuchs Bauholding in Wendelstein sucht lieber nach Lösungen, seine Gruppe rund um die beiden Bauunternehmen Christoph Fuchs und Georg Bieber in die Zukunft zu führen. Die Firmenwurzeln reichen bis ins Gründungsjahr 1903 zurück, es gehöre zur Firmen-DNA, langfristige Ziele zu verfolgen. „So sind und bleiben wir krisenresilient.“ Zu den Bausteinen seiner Zukunftsfähigkeit zählt er unter anderem die Digitalisierung der Prozesse.

Dabei denkt Fuchs an interne Abläufe, sondern auch an die architektonische Planung mit kompletter Baubeschreibung. „Mit solchen digitalen Modellen sind wir schneller und kostensicherer“, betont der Ingenieur. Ziel sei es, durch das sogenannte, selbst entwickelte Software für ein Building Information Modeling (BIM) innerhalb von 14 Tagen den Bauherren ein virtuell begehbares 3D-Modell anzubieten. So ließen sich Materialmengen und Leistungen aller beteiligten Gewerke abbilden. Änderungen an der Ausführung könnten sofort den veränderten Aufwand abbilden. Gerade beim Umbau im Bestand für die Industrie schätzten Auftraggeber diese Leistung.

Ein weiteres Zukunftsprojekt ist der spezifische Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) etwa für eine KI-gestützte Angebots- und Kalkulationserstellung. Außerdem will das Familienunternehmen eine eigene digitale Bauakte sowie eine Kontakt- und Wissensdatenbank entwickeln. Fuchs sieht darin für sein mittelständisches Bauunternehmen den entscheidenden Weg, einerseits Mitarbeiter von Routineaufgaben zu entlasten und andererseits für Innovationen und zusätzliche Effizienz zu sorgen. Das Unternehmen ist auch Mitglied im Kompetenznetzwerk buildingSMART Deutschland, dass bundesweit die Digitalisierung der Bau- und Immobilienwirtschaft vorantreiben will.

Einen Erfolgsbaustein sieht Fuchs in seinen Komplett-Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette. Es beginnt mit der Projektentwicklung für Grundstücke, entweder als Bestandsaufnahme für den Umbau oder als Neubau für Wohnobjekte. Seine Gruppe, zu der auch die Firmen Klaus Fleischmann Metallbau und der Kanalbauspezialist Samiq gehören, übernimmt das die Bauleistungen aus einer Hand. Darüber hinaus gehört auch der Vertrieb mit ins Portfolio. „Dieses Spektrum ist etwas Besonderes.“

Seinen Gruppenumsatz beziffert Fuchs mit rund 30 Millionen Euro. Davon entfallen 20 Millionen Auf den Hochbau, fünf Millionen auf den Tiefbau und fünf Millionen Euro auf Projektentwicklung und Beteiligungen. Geschäfte auf biegen und brechen realisieren kommt für den Familienunternehmer nicht in Frage. Als Betrieb in vierter Generation müsse man langfristig handeln, grenzt er sich von Mitbewerbern ab, die nur für einen Auftrag in die Region kommen. Die Zahl der Mitarbeiter lag zuletzt bei 130, außerdem starteten mit dem neuen Ausbildungsjahr zehn neue Azubis. Für sie gibt es seit diesem Jahr ein firmeneigenes Nachwuchsleistungszentrum, um unter fachlicher Anleitung schnell in die praktische Arbeit hineinzuwachsen. Die Perspektiven für den Nachwuchs hält Fuchs für gut. „Alle Führungskräfte sind langjährige Mitarbeiter und wurden teils selbst ausgebildet.“

Fuchs selbst hat für das Familienunternehmen auch den Generationswechsel geplant. 2030, dann ist er 70 Jahre alt, soll Sohn Moritz den Führungsstab übernehmen.