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Rödl wächst in schwierigen Zeiten weiter

„All-Weather“-Geschäft lässt sich 2025 bei Rödl beobachten

Das Geschäft der Nürnberger Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl – bis letztes Jahr Rödl & Partner – entwickelt sich wie die Deutsche Börse. Laufen die Märkte gut, wird an den Aktienkäufen verdient. Rumpeln die Kurse runter, klingelt angesichts der Verkäufe ebenfalls die Kasse. Dieses „All-Weather“-Geschäft lässt sich bei Rödl beobachten. Trotz US-Zollpolitik mit Liberation Day, flauer Konjunktur und vielen anderen Herausforderungen sind Beratungs- und Prüfungsleistungen gefragt wie nie. 2025 legte der Gesamtumsatz um über 7 Prozent auf 785 Mio. Euro zu. Rechnet man der Verkauf der Tochter Rödl Dynamics mit Fokus auf ERP- und CRM- Lösungen raus, liegt der bereinigte Zwachs bei 8,5 Prozent. Das deutsche Geschäft hält mit der Entwicklung Schritt und kommt auf 443 Mio. Euro.

Nachdem im letzten Jahr mit Boston der elfte Standort in den USA an den Start ging, erhöhte sich die Zahl der weltweiten Niederlassungen auf 111. Allein im Trump-Land arbeiten über 400 Mitarbeiter. Insgesamt legte die Zahl aller Beschäftigten rund um den Globus auf über 6.000 zu. Laut Mitteilung entwickle sich die internationale Expansion zum strategischen Schlüssel für nachhaltiges Wachstum und die Absicherung von Geschäftsmodellen. In 50 Ländern bietet Rödl seine fachübergreifende Leistungen aus einer Hand an. Dazu zählen Rechtsberatung und Steuerberatung, Audit & Assurance, Advisory & IT sowie Business Process Outsourcing. Bei den Mandanten liegt ein großer Fokus auf familiengeführten Unternehmen mit internationalem Geschäft.

„Wachstum entsteht heute nicht mehr durch Einzelmaßnahmen, sondern durch die Fähigkeit, Komplexität zu beherrschen und unternehmerische Entscheidungen ganzheitlich umzusetzen.“ Das betont Kanzlei-Chef Christian Rödl. Er sieht seine Stärke in der weltweiten Präsenz, der interdisziplinären Expertise und der technologischen Kompetenz aus einer Hand. „So geben wir unseren Mandanten Orientierung und Handlungssicherheit in einer zunehmend fragmentierten sowie geopolitisch belasteten Weltwirtschaft.“

Bei den Mandanten sei die digitale Transformation längst ein zentraler Wettbewerbsfaktor. Dafür baut die Nürnberger Sozietät eine eigene KI‑ und Cloud‑Infrastruktur auf. So lassen sich digitale Lösungen unabhängig, sicher sowie berufs‑ und datenschutzkonform bereitzustellen.

Es gibt beim All-Weather-Geschäft von Rödl noch einen weiteren Booster. Die Unternehmen sind weltweit mit verschärften regulatorischen Rahmenbedingungen konfrontiert. Gesetze und Vorschriften werden immer komplizierter. Hinzu kommt der Zickzackkurs bei den US-Zöllen, die unternehmerische Planung fast unmöglich machen. Entsprechend hoch war die Nachfrage nach regulatorischer Beratung, insbesondere im Zusammenhang mit digitalen Lösungen, die Prozesse transparenter, strukturierter und effizienter gestalten. Mandanten profitierten dabei von der engen Verzahnung fachlicher Beratung und technologischer Umsetzung.

Im vergangenen Jahr verstärkte sich Rödl zudem in Polen. In Warschau kam ein 25-köpfiges Team internationalen Rechtsanwaltskanzlei Hogan Lovells zur Rödl-Familie.

nue-news.de/Rödl& Partner profitiert 2024 vom Beratungsbedarf

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