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Universa verabschiedet sich vom Tor-Blick

Nürnberger Versicherer Universa verabschiedet sich von seinem Stammsitz am Rathenauplatz

Nach über 70 Jahren verabschiedet sich der Nürnberger Versicherer Universa von seinem Stammsitz am Rathenauplatz. Für einen nicht genannten Betrag hat sich die Sparte Universa Krankenversicherung ein 10.900 Quadratmeter großes Baugrundstück im Nürnberger Büroquartier Kohlenhof gesichert. Dort entwickelt die Bahntochter Aurelis Real Estate auf dem Güterumschlagsareal aus dem 19. Jahrhundert einen Büro- und Gewerbepark. Für den geplanten Prestigebau Ikon besteht eine Baugenehmigung mit bis zu 17 Geschossen und rund 24.000 Quadratmetern. Der Baubeginn ist für 2027 und die Fertigstellung in der zweiten Jahreshälfte 2030 geplant. Dann zieht die die Belegschaft der Universa in Räume mit neuen Arbeits- und Raumkonzepten um. „Der Standort erfüllt alle Anforderungen, die wir an unseren künftigen Hauptsitz und an unsere neue Heimat stellen“, erklärt Vorstandsmitglied Marco Wimmer.

Das Konzept für den Büroneubau mit dem Arbeitstitel Ikon hat Aurelis in enger Abstimmung mit der Stadt Nürnberg geplant, entwickelt und zur Genehmigung geführt. Ikon ist als Tor zum neuen Büroquartier Kohlenhof vorgesehen. Geplant ist ein asymmetrischer Baukörper mit einer ausdrucksstarken Fassade, die sich ähnlich wie ein Periskop mit einem Vorsprung im Hochpunkt zur Nürnberger Innenstadt hin ausrichtet. Östlich des neuen Gebäudes plant die Aurelis einen Quartierspark mit ausgedehnten Grünflächen und Baumbestand. Der Nürnberger Kohlenhof entsteht auf dem rund zehn Hektar großen Gelände des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs Nürnberg.

Begehrtes KohlenhofQuartier

Nach dem von der Stadt Nürnberg genehmigten Rahmenplan entstehen hier in den nächsten Jahren rund 100.000 Quadratmeter Bürofläche. 80 Prozent dieser Fläche hat Aurelis mit der aktuellen Transaktion bereits vermarktet. Bereits heute bietet das KohlenhofQuartier zahlreichen namhaften und führenden Unternehmen und Global Playern eine Heimat. Darunter befindet sich beispielsweise die einstige GfK, heute das Marktforschungsunternehmen NIQ. Auch der Pharmakonzern Novartis, die KKH Kaufmännischen Krankenkasse und der Ausbilder für kreative Medienberufe, das SAE Institute Nürnberg sind bereits präsent. Ergänzt wird das Umfeld durch den benachbarten Zollhof, einen der führenden Tech Inkubatoren Deutschlands.

„Mit Ikon wird diese Entwicklung nun konsequent fortgesetzt“, ist sich Nürnbergs Wirtschaftsreferentin Andrea Heilmaier sicher. „Mit weiteren geplanten Projekten gewinnt das KohlenhofQuartier weiter an Dynamik und entwickelt sich zunehmend zu einem zukunftsorientierten Bürostandort mit hoher Strahlkraft für Nürnberg und die gesamte Region.“ Der Kohlenhof liegt an der S-Bahn-Station und Tram-Haltestelle Steinbühl und damit nur wenige hundert Meter von der Nürnberger Altstadt entfernt. Über den Frankenschnellweg ist das Büroquartier mit der gesamten Metropolregion verbunden.

Beitragsbild: Universa-Vorstandssprecher Frank Sievert