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PSD Nürnberg mischt sich in Übernahme ein

Nürnberg mischt sich überraschend in die geplante Fusion der PSD Bank Hessen- Thüringen ein

Die PSD Bank Nürnberg mischt sich überraschend in die geplante Fusion der PSD Bank Hessen-Thüringen mit der BBBank aus Karlsruhe ein. „Ein gemeinsamer Auftritt innerhalb der PSD Bankengruppe sendet ein starkes Signal der Geschlossenheit“, begründet Vorstandschef Helmut Hollweck seine Initiative. Eigentlich gilt die Übernahme der PSD Bank Hessen-Thüringen durch die BBBank bereits als eingetütet. Die finale Entscheidung soll eigentlich auf der Generalversammlung im Juni 2026 erfolgen. Hollweck hält dagegen eine Lösung innerhalb der PSD Bankengruppe für besser und sieht für Beide wirtschaftliche, strategische und kulturelle Vorteile. „Eine Fusion innerhalb unserer Gruppe bietet klare Chancen: geringere Integrationskomplexität und -kosten, schnellere Realisierbarkeit von Synergien und vor allem der Erhalt unserer gewachsenen Identität als PSD Banken.“

Er denkt dabei auch an etablierte Strukturen, Prozesse und kulturelle Gemeinsamkeiten. Sie wären eine belastbare Grundlage für eine zügige und risikoarme Umsetzung. Ein weiterer zentraler Vorteil ist der Erhalt der gemeinsamen Identität. Geteilte Werte innerhalb der PSD Bankengruppe erleichtern nicht die Integration. Darüber hinaus sichert sie auch langfristig Motivation und Bindung der Mitarbeiter. Eine höhere Akzeptanz im Haus reduziert Transformationsrisiken und schafft Stabilität im Veränderungsprozess. „Deshalb werbe ich mit Nachdruck für Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss unserer beiden Häuser.“ Die Nürnberger PSD wies 2024 mit rund 290 Mitarbeitern und 141.000 Kunden eine leicht gestiegene Bilanzsumme von 4,5 Mrd. Euro aus. Die hessisch-thüringische PSD kam mit 111 Beschäftigten und 55.000 Kunden auf eine leicht sinkende Bilanz von 1,6 Mrd. Euro.

Von der BBBank liegt auf die Nürnberger Offerte noch keine Reaktion vor. Sie hatte im vergangenen Jahr mit der Übernahme der PSD Bank Berlin-Brandenburg ihre Position als größte genossenschaftliche Privatkundenbank gestärkt. Dadurch stieg die Bilanzsumme auf 22,3 Mrd. Euro. Das betreute Kundengeschäftsvolumen wuchs auf 43 Mrd. Euro an. Das 1921 als Badische Beamtenbank eG gegründete Geldinstitut beschäftigte Ende 2025 1.600 Mitarbeiter und hart mehr als 490.000 Mitglieder.

Kleine VR-Hochzeit in Mittelfranken geplant

Im Schatten dieses Übernahmegefechts fällt eine geplante Verschmelzung nahezu geräuschlos aus. Die VR-Bank Mittelfranken Mitte mit Sitz in Ansbach will ihre Kräfte mit der Raiffeisen Spar+Kreditbank Lauf bündeln. Aufsichtsrat und Vorstand beider Genossenschaftsbanken haben die Aufnahme konkreter Fusionsverhandlungen beschlossen. Ein gemeinsames Fusionskonzept soll im Juni 2026 den jeweiligen Vertretern beider Banken zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Das neue Institut hätte rund 75.000 Mitglieder und 138.000 Kunden.

Seit über 150 Jahren stehen beide Banken für Kontinuität und Erfahrung. Die Bilanzsumme der VR-Bank Mittelfranken Mitte liegt bei ca. 4,6 Mrd. Euro. Die Raiffeisen Spar+Kreditbank Lauf kommt auf rund 600 Mio. Euro. Durch eine solide Eigenkapitalausstattung ist das neue Institut für weiteres Wachstum gut gerüstet. Mit 25 Filialen im vereinigten Geschäftsgebiet von Rothenburg bis Lauf an der Pegnitz wäre die neue Geno-Bank präsent. Sie will weiterhin für Dezentralität, regionale Identität, schnelle Entscheidungen vor Ort und maximale Individualität für die Kunden stehen.

nue-news.de/baufinanzierung-stabilisiert-bilanz2024-der-psd-bank/