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Playmobil mit neuem Tiefpunkt beim EBT

Playmobil weist für 2024/2025 beim Ergebnis vor Steuern nochmal höheres Minus aus

„Erntezeit“ gab der gebeutelte Zirndorfer Spielfigurenhersteller Playmobil als Motto aus. So warb die Hauptsparte der Horst Brandstätter Group (HBH) gerade für den neuen Playmobil-Bauernhof. Dazu gehören etwa Traktoren, Heuballen, Gemüsegarten und auch ein Bauer mit Hängebauchschwein. Doch die eigene Erntezeit für die Restrukturierung steht noch aus. Im Juni machte die deutsche Produktion in Dietenhofen mit seinen 350 Mitarbeitern dicht. Malta und Tschechien übernahmen die Fertigung, um den hohen Energie- und Personalkosten an Standort Deutschland zu entgehen. Nun liegen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2024/2025 zum 31. März vor. Sie weisen beim Ergebnis vor Steuern nun ein nochmal höheres Minus von gut 115 Mio. Euro aus. Zuvor war es ein Verlust von 113 Mio. Euro. Mit einem satten Eigenkapitalpolster von zuletzt 478 Mio. Euro könnte das Unternehmen aber noch einige Verlustjahre wegstecken.

Der Umsatz sank im Berichtsraum erneut von zuvor 449 Mio. Euro auf 409 Mio. Euro. Das Geschäft mit den Playmobilfiguren sorgt nach wir vor für den Löwenanteil der Einnahmen. Sie schrumpften auf rund 82 Prozent. Die Marke Lechuza erhöhte ihren Anteil auf 12 Prozent und das Segment Freizeit mit den Funpark am Stammsitz ging leicht auf gut 4 Prozent zurück. Zum Stichtag beschäftigte der HBH-Konzern durchschnittlich 2.824 Mitarbeiter nach 3.198 Mitarbeitern im Vorjahr.

Man habe in Kauf genommen, dass das Ergebnis vorübergehend negativ bleibt, teilen die Zirndorfer mit. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung im Spielzeugmarkt seien hohe Investitionen für umfassende strukturelle Anpassungen notwendig gewesen. Im laufenden Geschäftsjahr werde es besser. „Wir sehen, dass unsere neuen Produkte und Kooperationen im Markt auf großes Interesse stoßen und unsere Markenpräsenz stärken.“ So lässt sich Bahri Kurter, Vorstand Business Unit Playmobil, zitieren. „Das hat sich bereits im letzten Weihnachtsgeschäft sowie durch die Marktdaten aus dem ersten Quartal bestätigt. Darauf bauen wir im laufenden Geschäftsjahr konsequent auf.“

Derzeit fokussiert sich Playmobil darauf, die Marke in bestehenden Zielgruppen weiter zu stärken und gleichzeitig neue Zielgruppen zu erschließen. Impulse liefern insbesondere Innovationen, Markenkooperationen und der gezielte Ausbau des Portfolios. Mit einer ersten Kooperation mit dem DFB und einer neuen Figurenserie rund um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft 2026 baut Playmobil das Lizenzgeschäft weiter aus. Die ersten Abverkaufszahlen sind vielversprechend. Im nächsten Monat folgt in Zusammenarbeit mit der DFL erstmals eine Bundesliga-Figurenserie aller Clubs mit ausgeprägtem Sammelcharakter. Einen Vorgeschmack lieferte das limitierte „Bundesliga-Sammelstars Starter Set 25/26“. Das war bereits wenige Tage nach dem Verkaufsstart im März 2026 ausverkauft war.

Beitragsbild: Playmobil PR