Das Geschäftsmodell der Nürnberger Dorfner Gruppe geht seit Jahren auf. Vergleicht man den Umsatz 2025 mit dem Geschäft vor zehn Jahren lässt sich der Erfolgskurs deutlich ablesen. In der Dekade kletterte der Umsatz um rund 60 Prozent auf nunmehr 372 Mio. Euro. Im Vorjahresvergleich entspricht das einem Zuwachs von über 6 %. Der Löwenanteil mit rund 80 % macht nach wie vor die Sparte Gebäudereinigung aus. Im letzten Jahr kamen unter anderem neue Kunden, wie 21 Sparkassenfilialen im Raum Kulmbach-Kronach oder eine Zahnarztpraxis in Lohr am Main dazu. Auch am Airport Nürnberg hat der „Kollege Reinigungsroboter“ im Sicherheitsbereich seine Probezeit erfolgreich überstanden. Nun putzt der Roboter zusammen mit gut 25 Reinigungskräften im Regelbetrieb.
Angesichts der flauen wirtschaftlichen Entwicklung im letzten Jahr zeigt sich die Dorfner Gruppe mit der Entwicklung zufrieden. Die Sparte Catering erholt sich weiter von der Corona-Delle und der dem damit verbundenen Homeoffice-Boom. Hier legte der Umsatz um 6,5% auf 40,9 Mio. Euro zu. Das Geschäft mit Betriebskantinen und Essen für Altenheime rangiert aber nach wie vor unter den über 43 Mio. Euro im Jahr 2015. Das Geschäft mit den neu gegründeten Sicherheitsdiensten weist Dorfner in seiner Mitteilung nicht separat aus. Stattdessen bündelt er es unter dem Dach der Sparte Gebäudemanagement. Hier legte der Umsatz um gut 5% auf gut 31 Mio. Euro zu. Die beiden Auslandsgesellschaften in Österreich und Tschechien steuerten etwas mehr als 18 Mio. Euro zum Gesamtgeschäft bei.
Die Zahl der Mitarbeiter lag zum Jahresende mit 11.075 um fast 100 Beschäftigte über dem Niveau des Vorjahres. Der Bedarf an gut geschulten und motivierten Mitarbeitern sei nach wie vor hoch. Gleichzeitig steigert Dorfner seine Effizienz, unter anderem durch Fortschritte im Bereich Robotik und Künstliche Intelligenz (KI). In den letzten Jahren markierte das Geschäftsjahr 2018 den bisherigen Höchstwert beim Personalstand mit 11.350 Beschäftigen.
Branche skeptisch mit laufendem Jahr
Einen Ausblick für das angelaufene Jahr 2026 macht das familiengeführte Unternehmen in seiner Mitteilung nicht. Immerhin reinigt Dorfner seit Jahresbeginn zusätzlich zwei Produktionsstandorte von Diehl Metering in Nürnberg und Ansbach. Dabei geht es nicht nur um die Unterhaltsreinigung sondern auch um sogenannte sensible Produktionsbereiche, wie den sogenannten ESD-Zonen. Hier sind elektrostatische Aufladungen zu vermieden.
Der Bundesinnungsverband Die Gebäudedienstleister zeichnete zuletzt in seiner Frühjahrs-Konjunkturumfrage ein tristes Bild. Demnach sank die Zahl der Optimisten unter den bundesweit befragten Unternehmen auf nur noch 16 Prozent. Jedes zweite Unternehmen rechnet mit gleichbleibenden Geschäften. Allen voran streichen Branchen, wie die Industrie, Büro und Verwaltung aber auch der Handel ihre Aufträge zusammen.
