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Die totgesagte Website hat eine neue Zukunft

OHM-Professor Markus Kaiser bei Nuedigital: Die Website stirbt nicht

Das Nürnberg Digital Festival punktet aktuell wieder mit vielen Facetten rund um die digitale Transformation. Dafür sorgen die über 200 Vorträge, Workshops und Networking-Events während des elftägigen NUEDIGITAL. Interessante Aspekte stellte der Nürnberger OHM-Professor Markus Kaiser zu „Künstlicher Intelligenz in der Unternehmenskommunikation“ vor. „Die Website stirbt nicht“ zeigte er sich bei der Partnerveranstaltung beim NIK – Netzwerk der Digitalwirtschaft überzeugt. Dabei zeigen sich andere Experten vom Ende der eigenen Homepage und der eigenen App überzeugt. Schon Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sagte damals das Ende der Websites voraus, weil man alle Nachrichten bei ihm auf Facebook finde. Vor zwei Jahren präsentierte die Telekom auf dem Mobile World Congress 2024 ein Handy ohne Apps.

Kaiser erinnert an seinen früheren Zeitungskollegen Wolfgang Riepl. Der war 1900 bis 1932 Chefredakteur der Nürnberger Zeitung. 1913 formulierte er am Beispiel des Informationswesens des Altertums das Riepl’sche „Grundgesetz der Entwicklung des Nachrichtenwesens“. Demnach werden bei Medienumbrüchen die alten Medien nie gänzlich durch die neuen verdrängt. Für Impulsredner Kaiser ist deshalb klar: Websites, Apps und das heutige Internet werden sich wandeln, um zu überleben.

Die Homepage der Zukunft müsse „Owned Media“ sein. Es müsse für die User Experience machen, durch die Website zu klicken. Es gehe vielmehr um exklusive Inhalte und authentisches Material auch als Video oder Audio. Außerdem müsse im Sinne der Marke eine gute Qualitätssicherung für korrekte Inhalte sorgen. Nach dem Zeitalter von SEO, also Search Engine Optimization zur Suchmaschinenoptimierung, kommt nun mit GAIO. Das steht für Generative AI Optimization. Die Artifical Intelligence bewertet die Seiten nicht wie Menschen. Sie liest Struktur, Metadaten und klare Antworten und wir so zur Quelle von KI-generierten Antworten. Weitere Aspekte sind das kommunikative Prinzip „Dialog statt Monolog“ und die Personalisierung von Inhalten.

Flankenschutz bekommt Kaiser bei der wegen der Nachfrage duplizierten NUEDIGITAL-Veranstaltung von der Medienagentur Meltwater. Sie raten zu Inhalten, die sichtbar für eine KI, wie ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity, sind. Damit KI-Bots eine Glaubwürdigkeit vermuten, müssten Nachrichten geteilt und sich auf Wikipedia oder anderen Seiten gefunden werden. Wirkungsvoll seien zusätzliche Artikel auf beliebten Publikumsplattformen und anerkannten Branchenforen. Unterstüzend sind außerdem LinkedIn-Artikel, Videos mit Transkripten auf YouTube und valide Firmeninfos bei Wikipedia.