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Hofmann Personal kauft in Österreich

Personaldienstleister Hofmann übernimmt die Mehrheit an der österreichischen Vace Group

Der Nürnberger Personaldienstleister Hofmann übernimmt die Mehrheit an der österreichischen Vace Group. Damit soll die Engineering-Kompetenz im Nachbarland gestärkt werden. Vace ist auf Ingenieurdienstleistungen und HR-Consulting spezialisiert und betreut Kunden in den Bereichen Industrie, Technik, Office und Engineering im In- und Ausland. Die Gruppe mit Sitz in Linz umfasst die Bereiche Engineering, die Systemtechnik sowie die ANS Personalservice. Der Mitarbeiterstand erhöhte sich in den letzten Jahren von 500 auf rund 700 Beschäftigte. Ingrid Hofmann, Gründerin und Alleingesellschafterin von Hofmann Personal, baut so ihre führende Rolle in der Alpenrepublik aus. „Durch die künftige enge Zusammenarbeit mit der Vace Group ergeben sich neue Synergien, die auch auf unseren deutschen Heimatmarkt ausstrahlen werden.“ Sie hat dabei zwei Stoßrichtungen im Blick: „Das betrifft sowohl die Zusammenarbeit mit international agierenden Kunden als auch Möglichkeiten im länderübergreifenden Recruiting.“

Hofmann Personal ist in Österreich unter anderem mit den Tochtergesellschaften I.K. Hofmann, Marin Gebäudereinigung, Harwalik Personalmanagement, oder der Carpe Diem Austrian Operarius präsent. Die Akquisition der 51 Prozent erfolgt gemeinsam mit der österreichischen Tochter KMU Invest. Sie steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Die operative Führung der Vace Group verbleibt beim bisherigen Eigentümer Andreas Obermüller. Er bleibt auch weiterhin am Unternehmen beteiligt. Die Österreicher sollen im Gegenzug ebenfalls von der internationalen Struktur der Hofmann Gruppe profitieren. Das Nürnberger Familienunternehmen gilt in Deutschland als größtes seiner Art und ist im Nachbarland seit fast drei Jahrzehnten aktiv.

Hofmann verstärkt seit Jahren sein Geschäft mit Fach- und Führungs­kräfte. Neben der klassischen Arbeitnehmerüberlassung und Personal­vermittlung gehört auch der RPO-Service dazu. Für dieses „Recruitment Process Outsourcing“ übernehmen die Nürnberger einen Teil oder den gesamten Rekrutierungsprozess. Außerdem vermittelt Hofmann auch Freelancer für Unternehmen und hat auch Interimsmanager im Portfolio.

2024 sanken die Umsatzerlöse von 812 Mio. auf 809 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern drehte von zuvor gut 7 Mio. Euro Gewinn ins Minus und zwar auf knapp – 350.000 Euro. Die Zahl der Mitarbeiter weltweit ging um rund 100 auf 16.200 Beschäftigte zurück. Hofmann hatte damals knapp 120 Standorte überwiegend in Deutschland. Hinzu kamen Tschechien, die Slowakei, die Schweiz und Italien. In den USA war Hofmann an drei Standorten vertreten, darunter am Automotive-Standort Atlanta.