Die Nürnberger Umweltbank sieht sich nach schwierigen Jahren wieder auf Kurs. Bevor Ende Februar die vorläufigen Geschäftszahlen vorgestellt werden, bekräftigte der Vorstand seine Ergebnisprognose für 2025. Sie soll – vor Steuern – zwischen 5 und 10 Millionen Euro liegen. In den beiden Vorjahren rutschte das Ergebnis vor Steuern in Millionenhöhe in den negativen Bereich. Vorstandssprecher Dietmar von Blücher teilt mit: „Durch die konsequente Umsetzung unserer Unternehmensstrategie konnte die Umweltbank 2025 signifikante Erfolge auf dem Weg zur nachhaltigen Wiederherstellung der Profitabilität erzielen.“
Das Wachstum im Privatkundengeschäft konnte im vierten Quartal 2025 aufgrund einer erfolgreichen Neukundenkampagne deutlich an Dynamik gewinnen. Nach jahrelanger Planung ging Mitte des letzten Jahres ein grünes Girokonto an den Start. Auch dadurch wuchs die Kundenanzahl 2025 um 19 Prozent auf über 184.000 an. Die Einlagen der Privatkunden legten um 800 Millionen Euro auf rund 4,3 Milliarden Euro zu. Konkreteres ist mit den vorläufigen Geschäftszahlen für 2025 für Ende Februar angekündigt.
Generell ist das Geldgeschäft alles andere als leicht. Gerade kündigte die Deutsche Bank mit Tochter Postbank ein neue Runde bei Filialschließungen an. Der Druck kommt von vielen Seiten. Die wirtschaftliche Dauerflaute und Personalabbau verunsichern Privatkunden und Firmen. Neobanken, Startups in der Finanzbranche, wildern mit schlanken Produktangeboten zu Minipreisen im klassischen Bankgewerbe. Das alles lässt die Margen in der Branche weiter sinken und den Wettbewerb verschärfen.
